Honda VT 500 E

Come Out on this Fine Honda

Treffen der Oldtimer-Zweirad-Freunde Itzehoe, Juni 2010 – der Bericht

Oldtimer-Zweirad-Freunde IZ 2010

Manchmal gibt es ja auch motor­rad­mäßig eine Ver­an­stal­tung in der Nach­­bar­schaft und nicht immer nur in der Ferne, wie bei­spiels­weise im fer­nen Münster­land, etwas Klei­neres jeden­falls.

An jedem ersten Juni-Sonntag beispielsweise das Treffen der Oldtimer-Zweirad-Freunde Itzehoe (jaha! im Kreis Steinburg weiß man noch, wo Bindestriche hingehören!). Das Wetter war fast schon zu gut, die Schwiegereltern zu Besuch – da sprach doch alles für einen kleine Fahrt nach Itzehoe beziehungsweise nach Wellenkamp (ich vermute mal, ein echter Wellen­kamper ist Wellen­kamper und nicht Itzehoer) zum TÜV.

Eine wie alle: TÜV-Halle Wellenkamp (mit einem Haufen BMWs davor)Eine wie alle: TÜV-Halle Wellenkamp (mit einem Haufen BMWs davor)

Das ist ein nettes örtliches (es ›regional‹ zu nennen, wäre schon übertrieben) Club­treffen samt Bekannten und noch ein paar weiterer Besucher, die via Web und so drauf aufmerksam geworden sind. Als ich auf dem Platz war, so um 13 Uhr, eher spät – das Mineralwasser war schon ausverkauft – gab es so etwa dreißig Maschi­nen zu sehen.

Der Club durfte die TÜV‑Hallen benutzen, sodass auch Regen­wetter nicht sooo schlimm gewesen wäre. Eine Hand voll freund­licher Clubdamen hatten für klein­stes Geld Kaffee, Kuchen und Getränke im Angebot (Mineralwasser war aber – wie ge­sagt – schon aus – ob’s in Itzehoe keinen Getränkemarkt mit Kommis­sions­(ver)kauf gibt? da hätte es doch gut ein, zwei Euros mehr in die Clubkasse spülen können), zwei, drei Herren betrieben einen kleinen Bratwurststand. Und ein paar Bier­tisch­garnituren standen im Schatten, damit man das alles auch be­quem verzehren konnte.

Die starke relative Mehrheit der anwesenden Maschinen stellten schwarze BMWs, in der Mehrzahl aus den Sechziger und Siebzigern, von sehr schön bis über­restau­riert. Eine /5 war während meiner Anwesenheit leider nicht zu sehen – die find ich nämlich am nettesten wg. der schicken Seitendeckel.

Horex ReginaAuf dem Platz am besten gefallen hat mir eine Horex Regina mit knallrotem Tank, so knallrot, dass ich (be­stimmt zu Unrecht) fast Zweifel an der Originalität haben könnte.

Unglücklich, dass viele der stolzen Besitzer die Anmutung ihrer Schätzchen beeinträchtigt haben, indem sie ihr eine hässliche Doku­men­ten­hülle oder so mit den zugehörigen Lebensdaten darinnen um­ge­hängt hatten. Diese Daten – nicht dass ich die nicht gern lese – kann man be­stimmt auch we­ni­ger unästhetisch an den Mann bringen.

Als Gegenpol zu der fast zu perfekten BMW-Sammlung war eine verlebt-defekte Yamaha XS1 oder XS2 oder TX650 (ich kann die nicht unterscheiden und auf das Typenschild habe ich nicht geguckt) aufm Platz, die wahrscheinlich gern mal ein paar Quartale bei einem der BMW-Wienerer auf Kur wäre. Eine Dokumenten­hülle mit den Daten zur Maschine gab's natürlich nicht :-) Weil ich auch mal eine XS 650 (selbstverständlich vom Typ 447) hatte, hab ich mich allemal gefreut über diese Maschine.

Adler M 250Dann hatte es noch eine schöne Moto Guzzi V7 (man fragt sich, wie kleine Italiener bloß auf die Idee gekom­men sind, ein solches Schlachtschiff von Motorrad zu kon­stru­ieren), eine ordentliche, patinierte Moto Morini 3½, diesmal nicht in dem ewigen Italo­rot, sondern in Blau, und eine von mir persönlich eigentlich eher wenig geschätzte lahm-fette BMW R 45, mit schnei­diger Voll­kleidung überraschend flott aussehend. Außerdem eine Adler M 250, wie viele der BMWs langweilig patina­los & optisch und sicher auch technisch perfekt – die Regina hatte wenigstens den poppigen Tank zu bieten. Na, die Oldtimerei scheint eben doch etwas an­deres zu sein als die Youngtimerei.

Die Fahne der japanischen Youngtimer – zu der Zeit, die ich vor Ort war jeden­falls – hing ziemlich tief – der Club und sein Umfeld machen eben mehr in euro­päi­schen Modellen, ist ja auch nicht schlimm –, gehalten von erwähnter unper­fekter XS, zweier Honda CB 750 zweier Generationen (eine CB 750 F2 und eine CB 750 K (RC01), die Schmalspur-Bol d'Or) und natürlich einer PC11.

Wer sich am ersten Juni-Sonntag des Jahres in 80 km Umkreis von Itzehoe be­findet, macht bestimmt nichts falsch, wenn er sich aufmacht zum TÜV nach Wellen­kamp. Für ein, zwei Stunden gibt es da in angenehm familiärer Atmo­sphäre ohne auch nur dem Hauch von Kommerz genug zu gucken samt zu essen und zu trin­ken. Vielleicht sollte man aber lieber um 10:30 Uhr da sein und nicht erst – wie ich – nach 13 Uhr.

Ein paar Bilder hab ich auch gemacht, auch wenn mir das gar nicht so richtig an­genehm ist, aufdringlich-betriebsam mit dem Fotoapparat vor (fast) jedem Motor­rad rum­zu­machen. Bei einem Klick aufs folgende Foto öffnet sich eine Bildergalerie.

Panorama 1 (wer entdeckt darin die PC11?) Panorama 2 Panorama 3 Panorama 4 Horex Regina, eine rote Schönheit Horex Regina 2 Horex Regina (Detail) Horex Regina 4 Reimport aus Griechenland, passend in Blau, aber mit hässlichem Schild Nochmal die Ex-Griechin Und nochmal BMW-Boxer und gegenüber ein Maico(?)-Gespann Honda CB 750 K, eine Bol d’Or in klein, mit zeitgenössischer Höckersitzbank CB 750 K (RC01), vier ESDs – auf die kam und kommt es an So sieht’s zwischen Maschine und Beiwagen aus Moto Morini 3½ mit Helm Moto Morini 3½ von vorn Mal in rot: Einzylinder-BMW Erstaunlich schneidig aussehende R 45, aber doch nur ein Schaf im Wolfspelz Moto Guzzi V7 von rechts Moto Guzzi V7, Motordetails Moto Guzzi V7 von links Sehr pflegebedürftige XS Auch in pflegebedürftigem Zustand: ein Monument von einem Motor Da kann viel Geld & und noch mehr Arbeit rein.

Viva PC11: 50.000 Kilometer

50.000 km

Hab ich doch zum Saison­ab­schluss zwanzigelf mit meiner PC11 noch schnell mal die 50.000 Kilometer voll gemacht; davon stammen 29.000 Kilometer von mir per­sön­lich. Das ist eigentlich nicht soo erwähnenswert, andere PC11 haben wesent­lich mehr runter, aber weil’s so eine schöne Zahl ist, hier doch zur Feier eine Kurz­rück­schau, was die tech­ni­sche Seite angeht:

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Der Kauf

Fahrplan

Ein Tag im Mai 2004. 4:00 Uhr, der Wecker piept. Viele Stunden vor seiner üb­lichen Dienstzeit. Aber es gibt einen guten Grund! In der Brief­tasche war­ten zwei Zet­tel auf ihren Ein­satz:

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PC11 – alle Farben & Formen

rotes D-Modell

Das hatte der Site schon immer gefehlt mangels Bildmaterial: die PC11-Mo­del­le in allen Farben und Dekors, halb­wegs im Ori­gi­nal­zu­stand – und das, wo es die PC11 doch nur in zwei Mo­del­len und die­se in je drei und ins­ge­samt nur vier Farb­tönen gab.

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Bücher

Clymer & Schrauberhandbuch

Einen Bucheli gibt es zwar nicht, al­ler­dings ei­nen Clymer für den­je­ni­gen, der mit der eng­li­schen Spra­che aus­rei­chend klar kommt:

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Internationale Presse­schau

Ohne

Die PC11 wurde außer in Deutsch­land natürlich auch in weiteren Staaten (West-) Europas ver­trie­ben, und die dortige Motor­rad­presse hat über das Motor­rad unserer Wahl ge­schrie­ben. Die bis­heri­gen E­rgeb­nisse mei­ner Re­cher­chen findest du in dieser Rubrik.

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Zum Launch

Geburtsanzeige

Wir schreiben den 16. März 2009.

Die Jubiläen ›40 Jahre XS 650‹ und ›30 Jahre SR 500‹ (2008) wurden wie selbst­ver­ständ­lich von der Presse gewürdigt. Um die ›25 Jahre VT 500 E‹ im Jahre 2008 hat sich natürlich mal wieder kein Schwein geschert.

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