Honda VT 500 E

Come Out on this Fine Honda

Darum eine VT 500 E

vt ueber aukrug anreisser

›Eine VT 500 E? Warum sollte ich solch einen alten Rochen fah­ren?!?‹

Tja, weiß nicht. Ich kann dir aber erzählen, warum ich das tue.

Meine PC11 über dem AukrugMeine PC11 über dem Aukrug zwischen Tappendorf und Mörel

Pflichtenheft

Ich wollte 2004 nach 20+ Jahren doch mal wieder ein Motorrad fahren. Das Pflich­ten­heft bei der Auswahl einer Maschine sah so aus:

  • Der Etat war auf 1300 Euro beschränkt, Helm, Jacke etc. mussten ja auch be­zahlt werden, und wer wusste schon, ob mir das Motorradfahren wirklich noch/​wie­der Spaß machen würde.
  • mindestens 50 PS
  • kein Exot, keine BMW, kein Dschobbr, kein Kruhser
  • keine Verkleidung
  • Kardanantrieb – das Putzen, Schmieren und Spannen der Kette hatte mich da­mals schon genervt. Da wurde die Auswahl schon mal enger.
  • maximal drei Zylinder – schon fielen die Z 550 GT, die XJ 650, die XJ 900 und die – zweifellos gelungenen – Suzuki-G‑Modelle weg
  • lieber 200 als 250 kg – also keine großen Guzzis, keine XS 750/850 – die XJ 900 und die Suzuki-G‑Modelle waren ja schon oben durchs Raster gefallen
  • technisch unproblematisch – keine XZ 550, keine kleinen Guzzis

2004 jedenfalls waren die NTV 650 und die VX 800 noch zu teuer. Da blieb eigent­­lich nur noch die VT 500 E übrig, und also wollte ich mit so einer eine Ver­nunft­be­ziehung wagen. Nach ein wenig Brautschau fand sich dann auch bald eine schöne Hessin.

Und sie hat mich auch nicht enttäuscht: unproblematisches, handliches Fahr­ver­halten, relativ geringer Verbrauch, Zuverlässigkeit und Anerkennung von Passan­ten und dem Nebenmann an der Tankstelle (ob des Zustandes, für den aller­dings dem Vorbesitzer die Blumen gebühren) sind die Pluspunkte. Minuspunkte? Unbe­deu­ten­de. Die Sitzbank ist etwas zu weich, die Sozia sitzt nicht besonders kom­mod, aber die einzige, die ich mitnehme, zählt zwölf Jahre und ist für die hundert Meter Fahrt mit dem Soziaplatz vollauf zufrieden. Dass (m)eine VT nur 50 PS hat, wusste ich ja vorher, und dafür sind die Fahrleistungen wirklich sehr gut.

Da capo?

Ob ich sie wieder kaufen würde, willst du wissen? Würd ich nicht ausschließen. Auch wenn ich mir von weniger alten und inzwischen nicht soo viel teureren Maschinen wie etwa der Honda CB 500 (PC26/32) oder Suzuki SV 650 N ein wesentlich bes­seres Fahrwerk, bessere Bremsen und moderne Reifen versprechen würde. Und wenn man von einer Street Triple oder einer Versys (um zwei meiner der­zeitigen Favoritinnen unter den aktuellen Motor­rädern zu nennen) ab- und auf eine VT auf­steigen würde, käme man sich wohl wie in die Motorradtechnik-Bronze­­zeit zurück­versetzt vor. Das ist mir aber egal, weil ich diesen Wechsel nur sehr selten vornehme und es also nicht besser kenne.

Zum Ausgleich fährt man mit der VT 500 E fast schon ein Stück Motorrad­ge­schich­­te und auf dem Treff ist sie mit an Sicherheit grenzender Wahr­schein­lich­keit die einzige. Und die ganze Karre hat soviel gekostet wie dem Neben­mann allein sein LeoVince/Akrapovic/BOS/Yoshimura-Schalldämpfer, mit dem er sich ein biss­chen Individualität verschaffen wollte.


Kurventraining auf dem Heidbergring 2013

Kaffeebecher

Wollt ich doch mal wieder un­beschwert und bedenkenlos in Kurven reinhalten können, ohne dass Rollsplit, Sand, Rehe, Gülle­tankwagen etc. pp dahinter drohten.

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Nachkommen

Honda NTV 650

Die VT‑500-Familie war komplett neu konstruiert ohne Vorfahren in der Honda-Modellpalette. Aber Nachkommen, die hatte die VT 500.

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Presseschau

Zeitschriften

Die VT 500 E war na­tür­lich sei­ner­zeit auch Thema in Fahr­be­rich­ten, Tests und Ver­­gleichs­tests in der Fach­presse. Im Fol­genden fin­dest du eine Auf­stel­lung der mir be­kann­ten Ar­ti­kel (der deutsch­spra­chi­gen Presse), sor­tiert nach Zeitschrift und je­weils mit einer Zu­sam­men­fas­sung, so­fern mög­lich.

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