Honda VT 500 E

Come Out on this Fine Honda

Jacke – Roleff Tomic

Roleff Tomic

Ne Jacke brauchte ich natürlich auch.

Den ewigen Dauerkonflikt bei der Wahl der Motorradoberbekleidung – Leder oder Textil – habe ich für mich so entschieden: Ich gehe davon aus, dass (eng an­lie­gen­de) Lederbekleidung eine entscheidend bessere Schutzwirkung hat als die beste Textilbekleidung. Leder ist abriebfester als Textil und das vor allem auch bei Stürzen aus höheren Ge­schwin­digkeiten (> 60 km/h), bei denen üb­liche Textilbe­kleidung durch die Hitze bei Reibung über den Asphalt schlicht weg­schmilzt. Au­ßer­dem bleiben bei – ausreichend eng an­lie­gender – Leder­be­kleidung die Pro­tek­toren dort, wo sie sein sollen, anstatt wie bei üblicher Flatter-Textilbe­klei­dung im Falle eines Sturzes ganz menschlich den Weg des geringsten Wider­standes zu gehen und einfach zu verrutschen statt den Auf­prall zu dämpfen.

Tja. Ich trag eine Latzlederhose, die bis unter die Achseln und hinten fast bis ans Genick reicht. Der Rumpf ist also lederbewehrt. Leider ich bin bislang nicht über die Lederjacke gestolpert, die ausreichend bequem sitzt und trotzdem einen kor­rekten Sitz der Protektoren im Fall der Fälle verspricht. Und die ich bezahlen möchte.

So benutze ich seit 2005 eine Textiljacke (von Roleff, Modell Tomic, das es in­zwischen wohl eher nicht mehr im Sortiment des Herstellers gibt), immerhin mit Lederbesatz, von dem ich hoffe, dass er nicht das erste ist, was sich im Falle des Falles wg. durchgescheuerter Nähte von mir und meiner Jacke trennt.

Roleff Tomic rot/schwarz von vornRoleff Tomic rot/schwarz von vorn   Roleff Tomic rot/schwarz von hintenRoleff Tomic rot/schwarz von hinten

Diese Jacke zeichnet außer durch den Lederbesatz vor allem dadurch aus, dass ihr die Funktionsmembran und das Futter unabhängig voneinander zu ent­nehmen sind. Bei warmem Wetter mit Funktionsmembran zu fahren, will ich nicht aushalten – ich hab's hinter mir, meine erste Jacke war eine übliche mit fest eingebauter Mem­bran (allerdings Noname und kein gutes Gore-Tex) – nie wieder das. Jetzt sieht's bei mir so aus, dass ich die Membran im Mai raus­nehme und Ende Sep­tember wieder reintue, es sei denn, es steht ein kühle Nacht­fahrt an – dafür muss sie auch lieber wieder rein. Gegen den Regen brauche ich sie nicht – im Regen zu fahren, schaffe ich eigentlich zu vermeiden, und wenn es doch passiert, dann ziehe ich eh eine Regenkombi an.

Die drei Schichten Außenjacke, Membran, FutterDie drei Schichten

Was die Herausnehmbarkeit des Futters angeht: das ist wie bei vielen dieser Jacken Marketing-Augenwischerei. Ist das Futter herausgenommen, ist die Jacke viel zu weit und schlackert am Körper herum, inklusive der Protektoren, die im Falle des Falles ganz sicher nicht an den richtigen Stellen sitzen. Fazit: ohne Futter funk­tioniert die Jacke einfach nicht.

Nach einigen Saisons des Schwitzens mit Futter hab ich mir letztens eine richtige Sommerjacke geleistet, so richtig schön unsicher mit Netzgewebe. Und ich frage mich, wie ich das vorher mit der dicken Jacke im Sommer überhaupt immer aushalten konnte.

Mit meiner Roleff-Jacke bin ich zufrieden, sie hat sechs Saisons ohne Murren durch­­ge­halten, bis in der siebten Saison die Reißverschlüsse für die Lüftungs­schlitze auf Brust und Oberarmen begonnen haben zu schwächeln – da rächt sich, dass diese spar­samer­weise nicht von YKK sind wie die anderen Reiß­ver­schlüs­se. Ich würde sie trotzdem wieder nehmen, die Jacke.


Visierreiniger

Visierreiniger

Im Tankrucksack fährt ein Vi­sier­rei­ni­ger-Satz (der Marke S100) mit. Je mehr In­sek­ten rum­fliegen, desto drin­gen­der brauch ich den, um den al­ters­schwä­cheln­den Augen nicht auch noch das Plie­ren durch zu viele In­sek­ten­lei­chen zu­mu­ten zu müs­sen.

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Helm – Schuberth Concept

Schuberth Concept

Klapphelme sind instabiler, lauter, schwerer, teurer, volu­mi­nöser und (finden man­che) hässlicher als In­te­gral­helme.

Ich verwende trotzdem einen. Weil ich eine Brille trage und die Zwi­schen­lagerung der Brille beim Auf­set­zen eines In­te­gral­helms eine ris­kante und ner­vige Sache ist.

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