Honda VT 500 E

Come Out on this Fine Honda

Technische Daten

Technische Daten

Zahlen über Zahlen: die wichtigsten technischen Daten der VT 500 E.

Meine Quellen sind Hondas ›Werkstatt-Handbuch‹ für die VT 500 E (Honda-Teile-Nr. 67MF500Z), das ›Fahrer-Handbuch‹, die amtlichen Zulassungspapiere und Artikel der Zeitschrift MOTORRAD. Offensichtliche Fehler des WHBWerkstatthandbuch habe ich korrigiert, im Zweifel die WHB‑Daten in englischer Sprache verwendet; bei der Übersetzung ins Deutsche ist durchaus einiges schief gegangen. Die Einheiten habe ich an heute übliche angepasst.

Der Hinweis ›GII‹ in den Tabellen meint die 20‑kW-Version.

Einen Wartungsplan für die PC11 findest du außer im Fahrer-Handbuch auch auf Ralf Kleinjungs Site. (Und irgendwann auch mal auf dieser Site.)

Übersicht

→ Abmessungen → Fahrwerk
→ Motor → Gemischaufbereitung
→ Kraftübertragung → Elektrische Anlage
→ Beleuchtung → Betriebsstoffe
→ Fahrleistungen 37 kW → Fahrleistungen 20 kW

Die Daten im Einzelnen

Abmessungen↑ Übersicht
Gesamtlänge 2195 mm
Gesamtbreite 760 mm
Gesamthöhe 1195 mm
Sitzhöhe 770 mm
Fußrastenhöhe rechts: 316 mm, links: 309 mm
Bodenfreiheit 160 mm
Leergewicht 177 kg
Betriebsgewicht     196 kg (laut MOTORRAD 12/1983, S. 32: 204 kg, vorn/hinten: 47 %/53 %)
zulässiges Gesamtgewicht     386 kg (laut Zulassungspapieren)
Zuladung 182 kg (bei Zugrundelegung des zGGzu­läs­si­ges Ge­samt­ge­wicht der Zu­las­sungs­pa­piere und der Messung der MOTORRAD)
Fahrwerk↑ Übersicht
Rahmentyp Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr
Vorderradaufhängung Teleskopgabel, Federweg 150 mm, Standrohrdurchmesser 37 mm
Hinterradaufhängung Schwinge, Stereo-Federbeine, Federweg 110 mm
Vorderrad Felge: 2,15 × 18, Reifen: 100/90-18-56S TL
Hinterrad Felge: 2,50 × 18, Reifen: 120/80-18-62S TL
Reifendruck bei kaltem Reifen bis 90 kg Zuladung:
vorn 200 Kilo-Pascal (2 bar), hinten 200 kPa (2 bar)
Zuladung bis zum zulässigen Gesamtgewicht:
vorn 200 kPa (2 bar), hinten 250 kPa (2,5 bar)
(Diese Angaben gelten für die Serienbereifung; bei an­de­rer Bereifung sind möglicherweise andere Reifen­drücke nach Maßgabe des Reifenherstellers vor­ge­schrie­ben.)
Vorderradbremse Einscheibenbremse, Doppelkolben-Schwimmsattel, 490 cm² Bremsfläche
Hinterradbremse Trommelbremse, 176 cm² Bremsfläche
Tankfüllmenge (davon Reserve)
18 Liter (4 Liter)
Radstand 1480 mm
Nachlaufwinkel 59° 00'
Nachlauf 125 mm
Ölmenge Teleskopgabel 360 cm³ pro Holm
Luftdruck Teleskopgabel    0 bis 40 kPa (0 bis 0,4 bar)
Motor↑ Übersicht
Typ wassergekühlter 4-Takt-Motor, eine obenliegende Nockenwelle pro Zylinder
Zylinderanordnung 2 Zylinder, 52° V
Bohrung × Hub 71 × 62 mm
Hubraum 490 cm³
Verdichtungsverhältnis 10,5 : 1
Ventiltrieb obenliegende Nockenwellen, Kipphebel, Antrieb durch Rollenkette
maximale Leistung 37 kW (50 PS) bei 9000/min
bzw.
20 kW (27 PS) bei 6000/min (GII)
maximales Drehmoment   45 Nm bei 7000/min
bzw.
41,6 Nm bei 3000/min (GII)
Ölfüllmenge 3,0 Liter nach Motordemontage
2,5 Liter nach Ölablassen
Kühlflüssigkeit 2,0 Liter
Schmiersystem Druckumlaufschmierung mit Ölsumpf
Luftfilter Urethan-Schaum-Einsatz (D‑Modell) oder Papierluftfilter (F‑Modell)
Zylinderkompression 1.176 ± 196 kPa (12 ± 2 bar)
Einlassventil öffnet 10° vor oberem Totpunkt bei 1 mm Hub
bzw.
5° nach unterem Totpunkt bei 1 mm Hub (GII)
Einlassventil schließt 40° n u T bei 1 mm Hub
bzw.
20° n u T bei 1 mm Hub (GII)
Auslassventil öffnet 40° v u T bei 1 mm Hub
bzw.
25° v u T bei 1 mm Hub (GII)
Auslassventil schließt 10° n o T bei 1 mm Hub
bzw.
5° v o T bei 1 mm Hub (GII)
Motorgewicht 64 kg
Leerlaufdrehzahl 1100/min ± 100/min
Gemischaufbereitung↑ Übersicht
Vergasertyp Gleichdruckvergaser, 32 mm, Hersteller: Keihin
Kennung VD6UA bzw. VD6QA und VD6YA (GII)
Gemischschraube 2,25 Umdrehungen
Schwimmerhöhe 6,8 mm
Kraftübertragung↑ Übersicht
Kupplung Mehrscheiben-Ölbadkupplung
Getriebe 6-Gang-Getriebe
Primäruntersetzung 1,736 : 1
Sekundäruntersetzung 0,911 : 1
Enduntersetzung 3,181 : 1
Ganguntersetzung 1. Gang
2,733 : 1
2. Gang 1,974 : 1
3. Gang 1,545 : 1
4. Gang 1,280 : 1
5. Gang 1,074 : 1
6. Gang 0,931 : 1
Gangschaltsystem Schalthebel links, 1. Gang unten,
Schalthebel kehrt automatisch in die Grundstellung zurück
Elektrische Anlage ↑ Übersicht
Zündung volltransistorisierte Zündung
Zündzeitpunkt ›F‹‑Marke   10° vor oberem Totpunkt bei 1000/min (Leerlauf)
Maximale Vorzündung 37° v o T bei 3300/min
Anlassersystem Elektrostarter
Lichtmaschine 350 Watt bei 5000/min
Akku 12 V, 12 Ah
Zündkerzen Standard: NGK DPR8EA‑9 oder NDNippon Denso, heute nur noch Denso ohne Nippon X24EPS‑U9
kaltes Klima: NGK DPR7EA‑9 oder ND X22EPS‑U9
lange Autobahnfahrten: NGK DPR9EA‑9 oder ND X27EPS‑U9
Elektrodenabstand 0,8–0,9 mm
Sicherungen 10 A/15 A, 30 A
Beleuchtung↑ Übersicht
Scheinwerfer H4, 60/55 W
Parklicht 4 W
Rück-/Bremslicht 5/21 W
Blinkleuchten 21 W
Instrumentenbeleuchtung 3 W, Sockel W2 × 4,6d
Anzeigen für Leerlauf, Blinker (2×) und Fernlicht   3 W, Sockel W2 × 4,6d
Warnleuchten Öldruck und Rücklicht 3 W, Sockel W2 × 4,6d
Betriebsstoffe↑ Übersicht
Kraftstoff Benzin, 91 ROZ (= ›Normalbenzin‹)
Motoröl 20W‑40 oder 20W‑50;
10W‑30 oder 10W‑40 bei Betrieb unter 0 °C
Öl Endantrieb Hypoidöl GL5 SAE 90 (unter 5 °C: SAE 80), vorzugsweise nach MIL‑L‑2105 C oder D spezifiziert
150 cm³ nach Demontage
120 cm³ nach Ölablassen
Kühlmittel 2,0 Liter inkl. Expansionsgefäß, Mischung 50 % (destil­lier­tes) Wasser und 50 % Frostschutzmittel auf Glykol­basis, geeignet für Aluminiummotoren
Gabelöl ATFAuto­matic Trans­mission Fluid, Auto­ma­tik­ge­trie­be­öl
Bremsflüssigkeit DOT 3
Fahrleistungen 37-kW-Modell (aus MOTORRAD 12/83, Seite 32)↑ Übers.
Höchstgeschwindigkeit zwei Personen 162 km/h
sitzend 175 km/h
liegend 187 km/h
(Temperatur 23 °C, 0,6–1,4 m/s Rückenwind)
Beschleunigung 0–100 km/h: 5,7 (zwei Personen 7,2) s
0–140 km/h: 11,2 (15,4) s
0–160 km/h: 17,4 (–) s
400 m: 13,9 (15,3) s
1000 m: 27,2 (29,8) s
Durchzug im 5./6. Gang 60–80 km/h: 2,9/3,6 (zwei Personen 3,8/4,7) s
80–100 km/h: 3,1/4,2 (4,5/6,3) s
100–120 km/h: 3,0/4,0 (4,7/8,0) s
Fahrleistungen 20-kW-Modell (aus MOTORRAD 9/84, Seite 55)↑ Übers.
Höchstgeschwindigkeit zwei Personen 127 km/h
sitzend 134 km/h
liegend 143 km/h
(Temperatur 2 °C, Windstille, nasse Fahrbahn)
Beschleunigung 0–100 km/h: 10,2 (zwei Personen 14,0) s
0–120 km/h: 16,6 (28,4) s
400 m: 17,1 (18,6) s
1000 m: 33,8 (37,2) s
Durchzug im 5./6. Gang 60–100 km/h: 6,0/7,2 (zwei Personen 9,1/10,6) s

Luftfilter warten

Leeres Luftfiltergehäuse

Man sollte natürlich wg. der mög­lichen Ver­schmut­zung zu­wei­len nach dem Luft­fil­ter gu­cken. Das Luft­fil­ter­ge­häu­se fin­dest du hin­term rech­ten Sei­ten­de­ckel.

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Kniewärmer

Kniewärmer von Polo

›Hu, jetzt wird’s aber richtig BMW-rentnermäßig? Echt Kniewärmer, du meinst nicht Knieschleifer?!?‹

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Ungeschickte Detaillösungen

Irgendwas ist immer. Auch bei der VT 500 E. Ein paar Details sind unschön gelöst:

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Zündbox (CDI)

Zündbox fürs F-Modell

Noch ein teures Bauteil, dessen Ableben den wirtschaftlichen Totalschaden einer VT 500 be­deuten kann, ist die Zündbox, auch CDI genannt. Das D‑Modell hat deren zwei, das F‑Modell eine.

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Einstellschraube des Kupplungszugs

Las ich doch letztens in einem (beziehungsweise dem deutsch­spra­chigen) FT-500-Forum einen schönen Tipp, den ich gern weiter verbreite:

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Zurückverlegte Fuß­rasten­anlage von Raask

Diese Skurrilität habe ich letztens entdeckt: Raask hat immer noch eine zurück­ver­legte Fuß­ras­ten­an­lage für die PC11 im Pro­gramm.

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Auspuffpatschen

ESD

Deine VT patscht beim Gas­weg­nehmen in den Auspuff? Tja, das ist bei der PC11 ein weiter ver­brei­tetes Phä­no­men.

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Ticken im Motor

Im Motor ist möglicherweise zu­weilen ein Ticken zu hören. Die Ursache sollen nicht ganz fest sitzende Öldüsen sein.

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Kupplungszug

Beim ori­gi­na­len Kupplungs­zug ist die Seele mit ei­nem tef­lon­hal­ti­gen Über­zug ver­sehen, der die Be­dien­kräf­te mini­mie­ren soll.

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Zündspulen

Zündspulen

Bei der VT 500 finden zwei Zündspulen Verwendung, die jeweils zwei Zündkerzen befeuern – die VT hat bekanntlich eine Doppelzündung.

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Welchen Kerzen­schlüssel nehmen?

Frage: Bei meiner VT fehl­te das Bord­werk­zeug – wie sieht bloß ein Kerzen­schlüs­sel aus, mit dem ich die fies ver­bau­ten Ker­zen he­raus­be­kom­me?

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Kompression prüfen

Fo­rums­kol­le­ge ›Knut‹ macht man­ches be­son­ders gründ­lich, so auch die Prü­fung des Kom­pres­si­ons­drucks und die Ein­krei­sung der Ur­sa­che von man­geln­dem sel­bi­gem. Sei­nen Bei­trag da­zu im VT‑Fo­rum da­zu fas­se ich hier mal zu­sam­men:

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