Honda VT 500 E

Come Out on this Fine Honda

Kais ›Ratte‹

Status Mitte 2011

VT 500 als ›Rat bike‹ – das gibt es auch. Forumskollege ›Kai‹ hat seinen Ver­legen­heitskauf zu einer (nicht zu radikalen) Ratte um­ge­baut. Und so ging es:

quotation Durch Zufall bin ich im April 2010 an die VT 500 E gekommen, ein Notkauf sozusagen. Ich fand das Ding bis auf den Motor nur hässlich, ganz schlimmer 80er-Jahre-Stil.

Frühes Stadium des UmbausFrühes Stadium des Umbaus

Aber mit 500 Euro ein Schnäppchen, 38.000 km gelaufen, 50 PS, Baujahr 83. 50 Euro für TÜV noch dazu, fertig war mein Mopped. Fährt klasse, das Teil, wendig, schnell.

Aber die Optik konnte so nicht bleiben.

Dann merkte ich, dass der Lenker krumm war. Für 10 Euro einen ›neuen‹ geholt; nun passte die Sicherungsabdeckung nicht mehr. Schnell mit der Handsäge schief ge­kürzt. Dann habe ich den ganzen Plastikkram samt Rücklicht hinten ab­gebaut, auch den hässlichen Plastikkotflügel komplett ab. Es blieb die Grund­platte übrig. Dann die Metallverstärkung für das Nummernschild direkt an das schräge Ende ge­schraubt. Nun noch die alte Rücklichtfunzel von der XV drauf­gesetzt. Jetzt sah aber die Rück­bank völlig blöd so aus, also Säge ge­nommen und ein Stück ab­ge­schnit­ten, mit dem Teppichmesser das Polster abge­schrägt, mit Pattex und Falten den Bezug wie­der festgebappt.


Am nächsten Tag (Tag vier) bei einer Freundin die Verkleidung vorn bearbeitet, Scheibe abgesägt (war total trübe), mattschwarz gespraydost. Schnell noch den riesigen Frontfender abgebaut, Stichsäge her und radikal gekürzt, mattschwarz drauf, wieder angebaut. Auf dem Rückweg am Stadion einen Aufkleber geholt und noch vor der Südtribüne auf die Verkleidung geklebt. Somit war das jetzt meine VT!

Minimalistisch: vorderer KotflügelMinimalistisch: vorderer Kotflügel   Maske mit kurzer Scheibe samt Pauli-AufkleberMaske mit kurzer Scheibe samt Pauli-Aufkleber

Ein paar Tage später musste ich den Schalthebel ändern, weil ich eine Unter­schenkelprothese habe. Für zwei Euro einen Hebel in einer Kramskiste ge­funden, den ziemlich nach oben gesetzt, so kann ich mit dem Fuß, äh, mit dem Karbonfuß unter den Hebel rutschen und sicher runterschalten. Zum Hoch­schalten von oben draufklicken, geht alles erstaunlich gefühlvoll. Ein paar Wochen später nervten mich die Schlappohren-Blinker, vorne durch Ochsen­augen ersetzt (hatte ich noch von der XV) und hinten kleine aus Metall (ge­schenkt bekommen, danke Martina!). Das Rot war nicht meine Farbe, also erstmal schwarzer Rostschutz auf den Tank, natürlich gepinselt. Einige Pinsel­haare können das bezeugen.

Das Rücklicht zickte dann rum, alle fünf Tage ’ne neue Birne. Bei Louise einen Rest­posten für fünf Euro erstanden und zwei Winkel beim Baumarkt, die in Gummi­hülsen gelagert. Dann hat sich bei einer Hessentour das Nummern­schild los­ge­bröselt, das musste dann ein bisschen höher gesetzt werden.

Heck, nix für FeingeisterHeck, nix für Feingeister

Ende 2010 habe ich eine VT geschlachtet, und es war interessant, das Ding zu zer­legen. Es entwickelt sich tatsächlich ein gewisses Schraubergefühl.

Und auf einer weiteren Tour ist mir der linke Dämpfer abgefallen, natürlich im Elb­tunnel und natürlich mit dem vorderen Ende. Funkensprühenderweise und mit Blubbersound durch die Röhre … Mit Spanngurt hoch gebunden und am nächsten Tag die Motad angebaut. Die Krümmer mit Hitzeband umwickelt, finde ich einfach geil.


PC11 mit Motad-Auspuff und mit Hitzschutzband veredelten KrümmernPC11 mit Motad-Auspuff

Dann die die Sitzbankhalterung abgebaut und die ganze Längsstrebe ab. Blinker hinten hochgesetzt.


Drei Tage später habe ich aus einer Reichsbahntasche (achtzig Jahre altes, gutes Leder) die Seitendeckel gebastelt, mit Ösen versehen. Batterieseite mit Lederband gewickelt, rechte Seite erstmal mit Kabelbindern (blöderweise in weiß, hatte keine schwarzen da …).

Seitendeckel aus Leder, echt rattigSeitendeckel aus Leder

Ein paar Wochen später habe ich dann die Verkleidung, Scheinwerfer und Instru­mente abgebaut und durch eine alte Treckerlampe sowie Minitacho und Tempe­ratur­anzeige ersetzt.

Lampe und Instrumente noch auf der Werkbank, gleich an der RatteLampe und Instrumente noch auf der Werkbank   Cockpit mit TreckerlampeCockpit mit Treckerlampe   FrontansichtFrontansicht

Die alten, eckigen Plastikspiegel wurden durch runde, verchromte ersetzt.

Und dann gab’s den Super-GAU: Motorschaden!

Also den alten Motor aus der geschlachteten VT genommen und den Motor aus­ge­tauscht. Öl rein, Wasser rein und gestartet: Läuft, einfach geil!

Motorumbau aufm BürgersteigMotorumbau aufm Bürgersteig

Fazit nach dreizehn Monaten VT: zwei neue Vorderreifen, vier neue Hinterreifen, 34.000 km gefahren, viel Spaß gehabt und eine Menge dazugelernt. quotation

Umbaustatus Mitte 2011Umbaustatus Mitte 2011


Das Klassikertreffen 2009

Das Klassikertreffen 2009

Und dann war da ja noch ›Das Klassiker­treffen 2009‹, als ›klei­nes‹ Klassiker­treffen an­ge­kündigt, zu dem man sich eine Ein­ladung er­bitten musste, wollte man kom­men.

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Der Tag mit der Street Triple

Street Triple von vorn

Die Triumph Street Triple war schon immer einer meiner the­o­re­­ti­schen Favo­ritinnen unter den neu­­modernen Motor­rädern: sie ist

  • leicht,
  • nackt,
  • verfügt über mehr als ausreichend Leistung,

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Viva PC11: 50.000 Kilometer

50.000 km

Hab ich doch zum Saison­ab­schluss zwanzigelf mit meiner PC11 noch schnell mal die 50.000 Kilometer voll gemacht; davon stammen 29.000 Kilometer von mir per­sön­lich. Das ist eigentlich nicht soo erwähnenswert, andere PC11 haben wesent­lich mehr runter, aber weil’s so eine schöne Zahl ist, hier doch zur Feier eine Kurz­rück­schau, was die tech­ni­sche Seite angeht:

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Zum Launch

Geburtsanzeige

Wir schreiben den 16. März 2009.

Die Jubiläen ›40 Jahre XS 650‹ und ›30 Jahre SR 500‹ (2008) wurden wie selbst­ver­ständ­lich von der Presse gewürdigt. Um die ›25 Jahre VT 500 E‹ im Jahre 2008 hat sich natürlich mal wieder kein Schwein geschert.

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Die liebe Verwandtschaft

VT 500 FT Ascot

Ich weiß von drei bis vier bis fünf – je nach­dem, wie man die Un­ter­schie­de zwi­schen den Model­len be­wertet – Schwes­ter­model­len der PC11.

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Presseschau

Zeitschriften

Die VT 500 E war na­tür­lich sei­ner­zeit auch Thema in Fahr­be­rich­ten, Tests und Ver­­gleichs­tests in der Fach­presse. Im Fol­genden fin­dest du eine Auf­stel­lung der mir be­kann­ten Ar­ti­kel (der deutsch­spra­chi­gen Presse), sor­tiert nach Zeitschrift und je­weils mit einer Zu­sam­men­fas­sung, so­fern mög­lich.

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Der Kauf

Fahrplan

Ein Tag im Mai 2004. 4:00 Uhr, der Wecker piept. Viele Stunden vor seiner üb­lichen Dienstzeit. Aber es gibt einen guten Grund! In der Brief­tasche war­ten zwei Zet­tel auf ihren Ein­satz:

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PC11 – alle Farben & Formen

rotes D-Modell

Das hatte der Site schon immer gefehlt mangels Bildmaterial: die PC11-Mo­del­le in allen Farben und Dekors, halb­wegs im Ori­gi­nal­zu­stand – und das, wo es die PC11 doch nur in zwei Mo­del­len und die­se in je drei und ins­ge­samt nur vier Farb­tönen gab.

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Literatur von Honda

Titelseite Werkstatthandbuch VT 500 C

An Honda-Druckwerken gibt es (in verschiedenen Varianten je nach Modell):

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Die Geschichte der VT 500 E

PC vor Störbrücke

Die Honda VT 500 E (Honda-interner Code: PC11) wurde von 1983 bis 1987 in Deutsch­land ver­trie­ben. Laut MOTOR­RAD 2/1992 wurden rund 4500 Ein­heiten ver­kauft. Der Listen­preis be­trug 1983 6798 DM plus 155 DM Nebenkosten,, was 3555 Euro ent­spricht.

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