Honda VT 500 E

Come Out on this Fine Honda

Trackers Street-Tracker

Tracker_rechts

›Tracker‹ – den hab ich natürlich auch im VT-Forum getroffen – hat sich auch eine PC11 als Basis für sei­nen Umbau gewählt und stellt ihn auf dieser Site vor.

Der Text und natürlich alle Fotos stammen von Tracker, und sämtliche Rechte daran liegen natürlich bei ihm. Tracker hat freundlicherweise die Veröffentlichung auf dieser Site genehmigt. Danke dafür!

quotation ›Ich habe Lust, mir einen Street Tracker zu bauen.‹ Mit ziemlich genau diesem Gedanken begann das ganze Vorhaben, welches schließlich zum Umbau einer VT 500 E führte, den ich in diesem Beitrag vorstelle. Der Street-Tracker-Stil gefiel mir schon länger, und zwar so gut, dass ich auch gerne ein eigenes Motor­rad in dieser Art haben wollte – und zwar als V2. Da es so etwas nicht fertig zu kaufen gab und ich mich außerdem sowieso mal an den Umbau eines Motor­rades wagen wollte, war der Entschluss gefasst, und ich begann mit den Vor­berei­tun­gen.

Vorab schon mal das EndergebnisVorab schon mal das Endergebnis

Nach der ausgiebigen Internet-Recherche über etwa einem Dutzend Youngtimern fiel die Entscheidung schließlich auf die VT 500 E. Neben dem V2 und der Honda-Qualität schien mir ihre Geometrie und der Aufbau gut geeignet für meinen ge­planten Umbau. Nicht zuletzt der günstige Preis im Gebrauchtmarkt gab den Ausschlag. Da es mein erster Umbau überhaupt werden sollte und ich nicht vom Fach bin, sah ich schon das Risiko, dass er zu keinem verwendbaren Ergebnis führen könnte. Damit ich nicht tausende von Euros in einem hinterher nicht nutz­baren Objekt versenke, habe ich mir von Anfang an eine Budgetgrenze von 1500 Euro gesetzt.

Eine gebrauchte PC11 war schnell und günstig besorgt. Zwar ähnelte die Klang­kulisse im Leerlauf einem gehörigen Lagerschaden, aber aufgrund der geringen Laufleistung und des sonstigen Pflegezustandes hielt ich das für ausgeschlossen. Das Klackern stellte sich dann im Endeffekt als eher harmlos heraus, da es von einem schlackernden Anlasserfreilaufritzel herrührte bei dem alle drei (!!) Be­festigungsschrauben abgeschert waren. Diese wurden ersetzt, die Gewinde nach­geschnitten, und schon war alles in Butter.

Abgescherte Halteschrauben des AnlasserfreilaufsAbgescherte Halteschrauben des Anlasserfreilaufs   Nachgeschnittene GewindeNachgeschnittene Gewinde

Also ging es los mit dem Umbau. Als Wegweiser hatte ich eine Skizze/​Foto­montage erstellt.

Street-Tracker: der RohentwurfStreet-Tracker: der Rohentwurf

Erstmal wurde von der Basismaschine alles abgebaut, was nicht passte; ins­be­sondere habe ich die große Cockpit-/Lampenhalterung und -verkleidung entfernt. Damit stand ich natürlich vor dem Problem, den ganzen Kabelwust, der sich hinter der Maske verbarg, irgendwie verschwinden zu lassen.

So wüst sieht's hinter der Verkleidung ausSo wüst sieht's hinter der Verkleidung aus

Ich habe den Kabelbaum dann etwas anders verlegt, die friemeligen Mini­dräht­chen des Motogadget-Tachos mit den entsprechenden Signalen ver­bunden, eine Lampenhalterung für den neuen Rundscheinwerfer gebaut und den Tacho in einen angepassten Tachobecher platziert. Den Sicherungskasten auf der Lenker­klemmung, der normalerweise unter einer Abdeckung versteckt ist, habe ich an­schließend noch unter den Tank verfrachtet.

Anschließend sah es schon aufgeräumter aus:

Zwischenstand: Tacho, Scheinwerfer von vornZwischenstand: Tacho, Scheinwerfer von vorn   Zwischenstand: Tacho, Scheinwerfer aus Sicht des FahrersZwischenstand: Tacho, Scheinwerfer aus Sicht des Fahrers

So weit – so gut Der grundlegende Stil des Vorderbaus gefiel mir damit schonmal ganz gut. Jetzt kam das Entscheidende: Das Street-Tracker-Heck. Ein GFK-Heck für eine Sportster hatte ich günstig via ibäh erstanden. Erstmal anstelle des Original­hecks aufgelegt, um zu sehen, wie es aussieht:

Heck, testweise aufgelegtHeck, testweise aufgelegt

Passte schon ganz gut. Selbst gebaut habe ich dann die Heckinnenverkleidung, welche an einem massiven Heckquerträger montiert wurde, der an Stelle des zuvor verschraubten originalen Schutzblechs seinen Platz fand. An der Heck­innen­ver­kleidung montierte ich dann auch das günstig auf dem Teileflohmarkt erstan­dene Rücklicht inkl. Kennzeichenhalter. An der Tankverschraubung wurde noch eine Trägerplatte für das GFK-Heck gebaut, und damit war auch die Grund­struktur des Hecks fertig.

Heck, stark verschlanktHeck, stark verschlankt

Was am Vorderbau noch nicht passte, war das ausufernde Schutzblech. Also stand hier noch eine kleine OP an.

Schutzblech, schon vom Schönheitschirugen gekennzeichnetSchutzblech, schon vom Schönheitschirugen gekennzeichnet   Schutzblech: die Schnitte sind gemachtSchutzblech: die Schnitte sind gemacht

Nun standen die Detailarbeiten an:

  • Heck, Tank und Schutzblech folieren
  • Spiegel und Blinker anbauen
  • Seitendeckel für das linke Rahmendreieck, in dem die Batterie sitzt, aus Blech biegen, schneiden und lackieren
  • Hupe platzieren

Dem Heck musste noch der fehlenden Sitz verpasst werden. Für den Sitz habe ich mich einfach mal im Biegen von Holz versucht und dieses anschließend selbst gepolstert und bezogen.

Grundplatte wird gebogenGrundplatte wird gebogen   Die SchabloneDie Schablone

Grundplatte perfektGrundplatte perfekt   Grundplatte auf GFK-Heck: passtGrundplatte auf GFK-Heck: passt

 Das PolsterDas Polster   Sitz fertig und montiertSitz fertig und montiert

Tja, und das war es eigentlich schon. Nach einer Vorstellung beim TÜV mit Änderungsgutachten und Anpassung der Fahrzeugpapiere hier das Endergebnis:

Alles in allem habe ich keine 1300 Euro (inklusive des Kaufs des Motorrads) aus­gegeben. Leider stand mir keine richtige Werkstatt zur Verfügung. Ich hatte nicht mal eine Werkbank und so mussten viele Arbeiten freihand, auf dem Boden oder dem Wohnzimmertisch vorgenommen werden. Beim nächsten Mal würde ich dann aber schon eine Werkbank mit Schraubstock organisieren. Darüber würde sich sicher auch mein Rücken freuen :-) quotation


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