Honda VT 500 E

Come Out on this Fine Honda

Rutschende Kupplung

Offene Kupplung

Für den Laien: du merkst daran, dass deine Kupplung rutscht, wenn die Drehzahl steigt, ohne dass das Motorrad schneller wird. Üblicherweise tritt das zuerst beim Be­schleu­nigen in größeren Gängen bei ca. 6000/min auf.

Du solltest auf jeden Fall vermeiden, mit rutschender Kupplung zu fahren; du könn­­­test dir unnütze Folgeschäden einfangen wie verbrannte bzw. verzogene Kup­plungs­reib- und ‑stahlscheiben.

Bevor du eher aufwendig und/oder teuer die Reib- und Stahlscheiben und die Fe­dern prüfen und gegebenenfalls wechseln lässt, solltest du zuerst den Kup­plungs­­zug prüfen, und zwar zuerst darauf, ob er auch ausreichend Spiel hat. Am äußeren Ende des Kupplungshebel sollte dieses ca. 5 mm betragen.

Aber selbst wenn das Spiel am Kupplungshebel in Ordnung ist, kann immer noch ein Problem bestehen – der Kupplungszug könnte fest sein, weil die Stahlspirale im Inneren aufgeblüht ist. Das kann dazu führen, dass sich die Kupplung zwar aus­­rücken lässt, der Zug dann aber im Rostschmodder soweit fest hängt, dass die Kupplung danach nicht ganz wieder einrücken kann und bei starken Be­schleu­nigen durchrutscht.

Mir (und anderen) ist das so passiert; mit viel WD40 und Ellbogenschmalz ließ sich mein Zug wieder gängig machen.

Wenn die Ursache nicht am Zug liegt, bleiben noch die Kupplungsscheiben und die Kupplungsfedern: Wenn du ein ›normaler‹ Fahrer bist und also kein Schind­luder mit der Maschine treibst (und deine Vorbesitzer ebenso gestrickt waren), sollten die Kupplungsscheiben eigentlich so lange halten wie der ganze Motor.

Blick auf die KupplungBlick auf die Kupplung

Die Bauteile, die erfahrungsgemäß in den allermeisten Fällen ein Kupplungs­rutschen zu antworten haben, sind die Kupplungs­federn. Die erlahmen bei vielen japanischen Motorräder der Achtziger bei durchschnittlichen Betriebs­bedin­gun­gen bei um und bei 40.000 km – je öfter/länger die Kupplung betätigt wird, desto eher lassen die Federn nach, also bei viel Stop-and-Go-Betrieb in der Stadt wesent­lich früher, bei vielen langen Autobahnetappen wesentlich später bis gar nicht.

Das Erlahmen der Federn bewirkt, dass die Kupplung irgendwann rutscht. Einbau­länge der Federn ist 39 mm, Ver­schleiß­maß ist 37,4 mm. Ist dieses erreicht, schafft entweder der Ein­bau neuer Federn Abhilfe oder aber, viel günstiger, der Einbau passender Beilag­scheiben vor die Federn, sodass die Kombination von Feder und Beilagscheibe die Solllänge der Feder ergibt: der Außen­durchmesser der Scheibe sollte min­des­tens 20 mm betragen, eine Stärke von 1,5 mm ist ein Standard­maß und passt gut, um vom Verschleiß- wieder aufs Einbau­maß zu kommen.

Sympathischerweise ist der Austausch der Kupplungsfedern bzw. das Beilegen der Scheiben auch unkomplizierter als der Austausch der Beläge. Weil es aber nicht mehr sooo viele weitere Arbeitsschritte sind, um diese ebenfalls aus­zu­tau­schen, machen viele das mit nach dem Motto ›Wenn ich schon mal dabei bin‹. Not­wendig ist das aber in vielen/den meisten Fällen nicht.


Welches Gabelöl?

Dose Gabelöl

Honda empfiehlt (schreibt vor?), in der Teleskopgabel als Däm­pfungs­me­di­um ATFAuto­matic Trans­mission Fluid = Auto­­ma­tik­ge­triebe­öl zu ver­wen­den. Klingt komisch, ist aber so, und gilt auch für di­ver­se (alle?) an­de­re Mo­del­le aus diesen Zei­ten, nicht nur Hondas.

Weiterlesen …

Lenkkopflager wechseln

Blick in den Lenkkopf

Wie die Vorgehensweise beim Wech­sel eines Lenkkopflagers ist, ist aus­rei­chend häu­fig und kom­pe­ten­ter als mir mög­lich im Web be­schrie­ben.

Weiterlesen …

Kupferpaste oder doch lieber Keramikpaste?

Kupferpaste - Keramikpaste

Kupferpaste ist out.

Weiterlesen …