Honda VT 500 E

Come Out on this Fine Honda

Unterdruckschlauch

Unterdruckleitung

Eines der ärgeren Pro­bleme beim Be­trieb alter Maschinen, die vom Her­steller nicht mehr so rich­tig unter­stützt wer­den, sind Teile aus Gummi.

Im Gegen­satz zu Eisen- oder Alu­mi­ni­um­tei­len al­tern sie und las­sen sich oft nur schlecht oder gleich gar nicht durch Uni­ver­sal­tei­le oder Ei­gen­kre­a­tio­nen er­setzen.

Sooo schlecht sieht es aber bei einem der ersten Ver­däch­ti­gen an einer VT 500 nicht aus, dem Unter­druck­schlauch für den Kraft­stoff­hahn.

Vorrede

(Kurz zur Funktion: der Kraftstoffhahn einer VT 500 ist ein so genannter Unter­druck­­kraft­­stoff­hahn. Er lässt nur dann Kraftstoff fließen, wenn an ihm ein Unter­druck anliegt. Dieser Unterdruck wird vom Motor erzeugt, nämlich, wenn der Kolben (im Fall der PC11 des hinteren Zylinders) im Ansaugtakt Luft-Kraft­stoff­ge­misch vom Vergaser ansaugt. Am An­saugstutzen befindet sich dazu eine Bohrung, die über den bewussten Unter­druckschlauch mit dem Kraftstoffhahn verbunden ist.)

Na, und dieser Schlauch altert. Sowieso, wie alle Gummiteile, und er liegt auch an ziemlich exponierter, den Witterungseinflüssen ausgesetzter Stelle und wird zu­weilen mechanisch belastet, zum Beispiel bei jedem Abbau des Tanks.

Ohne intakten Schlauch keinen Unterdruck, ohne Unterdruck kein Betrieb.

Mein Unterdruckschlauch ist noch original, sieht nicht mehr soo vertrauens­würdig aus, funktioniert aber noch, und ich pflege ihn öfter mal mit Silikon­öl, um den un­ver­meidlichen Gummiverfall etwas zu bremsen. Beim freundlichen HH ist der Schlauch meines Wissens nicht mehr verfügbar.

Wenn der Schlauch aber mal zu ersetzen ist, ist das nicht soo schlimm. Ein Stück­chen Schlauch mit passendem Innendurchmesser lässt sich im Handel leicht er­wer­ben. Nur hat der dann in der Regel keinen so schönen 90°-Knick wie der ori­gi­na­le, der ein so genannter Formschlauch ist.

Zur Sache

So, und nach diesem langen Anlauf geht's jetzt wirklich los: ›Bernds‹ (aus dem VT‑500-Forum, Schöpfer der Tonn-Honda VT 500 E) Unterdruckschlauch war nun wirklich nicht mehr vertrauens­wür­dig – der musste ersetzt werden. Mit einer Univer­sal­schlauchschlange, die sich vom Ansaugstutzen zum Kraftstoffhahn ringeln würde, wollte Bernd nicht leben und hat sich etwas anderes überlegt: weg mit Gummi, her mit Solidem: einem Aluminiumrohr mit passendem Außen­durch­mes­ser aus dem Modell­bau­laden für 1,75 Euro pro Meter. Wenn du Bernds Lösung nach­bauen willst: nimm beim Erwerb deinen Unter­druckschlauch als Muster mit; er muss stramm draufpassen auf das Rohr.

Das Rohr musste dann gebogen werden, um den 90°-Knick zu erzielen. Wenn man Rohre ›einfach so‹ biegt, ergibt sich keine Rundung, sondern das Rohr knickt ein­fach, und wenn die Wand dünn genug ist, bricht das Rohr dann. Das lässt sich verhindern, wenn du das Rohr zuvor mit einem geeigeneten Material füllst; dieses Material muss sich nach dem Biegen natürlich leicht wieder ent­fernen lassen aus dem Rohr. Dazu kann man beispielsweise Sand nehmen, wozu das Rohr an min­des­tens einem Ende verschlossen werden muss, etwa mit Klebeband, einem Stöp­sel aus Holz, Kork, Papier oder (bei einem dünnen Röhrchen wie unserem jeden­falls) Kerzen­wachs. Bernd hat ein Endchen Lötzinn in das Rohr gesteckt, das sich nach dem Biegen auch leicht wieder heraus­ziehen ließ, aber im Zweifel auch hätte ge­schmol­zen werden können, um wehr­los herauslaufen zu müssen.

Unterdruckleitung, Materialien

Nach dem Zurechtsägen (zum Kürzen nicht mit einer Zange arbeiten – du würdest fest­stellen, dass dann hinterher beide Rohrenden sauber verschlossen sind) des Knick­röhr­chens hat Bernd es mit noch intakten Resten des originalen Schlauchs als Man­schetten zwischen Kraftstoffhahn und Ansaugstutzen gesetzt.

Unterdruckleitung angebaut


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